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Weniger mehr, mehr Meer

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Über den Kurzfilm:

Mein Film „Weniger mehr, mehr Meer“ beschäftigt sich mit Überforderung und der Sehnsucht nach innerer Weite. In einer Welt, die ständig mehr verlangt, mehr Leistung, mehr Produktivität und mehr Gedanken, wird Loslassen zu einer Herausforderung. Das Meer wird häufig vor allem als lebenswichtiges Ökosystem betrachtet, als Klimaregulator, als Lebensraum und als schützenswerter Naturraum. Diese Perspektive ist essenziell. Doch neben seiner ökologischen Bedeutung besitzt das Meer auch eine seelische Dimension, die oft weniger Beachtung findet. Für mich steht das Meer für Offenheit. Für einen Horizont, der nicht endet. Für ein Gefühl von Raum, das in unserem durchgetakteten Alltag selten geworden ist. Die Weite der See, ihr gleichmäßiger Rhythmus und ihr geordnetes Chaos bieten etwas, das über reine Naturästhetik hinausgeht. Sie bilden einen mentalen Gegenpol zu Enge, Druck und Reizüberflutung. Die Hauptfigur meines Films versucht, diesem Alltagsstress zu entkommen. Doch der Zugang zur Natur ist nicht selbstverständlich. Das Meer ist fern. Was bleibt, ist ein alltäglicher Raum, die Dusche. Dort wird das fallende Wasser zum Ersatz für die Wellen, das Rauschen zum Echo des Meeres. Dieser Moment ist bewusst ambivalent. Er zeigt sowohl den Versuch, Ruhe zu finden, als auch die Traurigkeit darüber, dass echte Weite oft nicht erreichbar ist. In den letzten Bildern wird das Meer auf das Bett projiziert. Es ist kein reales Meer, sondern ein inneres. Die Projektion steht für die seelische Ruhe, die das Meer schenken kann, selbst wenn es physisch nicht greifbar ist. Sie zeigt, dass der Wunsch nach Offenheit und Loslassen tief im Menschen verankert ist. Das Meer zu bewahren bedeutet daher nicht nur, ein Ökosystem zu schützen. Es bedeutet auch, einen Raum zu erhalten, der Menschen Orientierung, Weite und psychische Entlastung schenken kann.