Dreharbeiten

Damit die Produktion deines Films gelingt, solltest du auf die Kameraführung, die Beleuchtung und den Ton achten. Alles muss optimal aufeinander abgestimmt werden. Erst durch das perfekte Zusammenspiel dieser Faktoren kann der Film später wirken.

Kamera: Die richtige Kameraführung

Die Kamera übernimmt die visuelle Gestaltung des Films. Der Kameramann trägt die Verantwortung für den Bildaufbau, die Kameraführung, die Licht- und Farbgestaltung sowie das Filmszenenbild (gemeinsam mit dem Szenenbildner).

Gängige Kameraperspektiven sind:

  • Normalperspektive (Kamera auf Augenhöhe)
  • Froschperspektive (schräg von unten)
  • Vogelperspektive (direkt von oben)
  • Subjektive (aus der Perspektive einer anderen Person im Film)

Neben der Kameraperspektive spielt auch die Einstellungsgröße eine Rolle. Hier unterscheidet man zwischen:

  • Detailaufnahme (ein Ausschnitt wie zum Beispiel ein Auge),
  • Großaufnahme (das Gesicht einer Person),
  • Nahaufnahme (Kopf, Hals und evtl. Schultern einer Person),
  • Halbnahaufnahme (Person ab Körpermitte aufwärts),
  • Amerikanische (Person ab Rumpf aufwärts),
  • Halbtotale (Person oder Gruppe in Umgebung),
  • Totale (zum Beispiel eine Person neben einem Gebäude)

Um statische Einstellungen zu vermeiden, kann der Kameramann oder die Kamerafrau die Kamera auch bewegen. So erhält der Zuschauer zudem ein Gefühl für den Raum. Gängige Kamerabewegungen sind:

  • Kameraschwenk (Drehen der Kamera zur Seite oder nach oben/unten):
    Er vermittelt einen Überblick über das Geschehen, leitet den Blick des Zuschauers oder verbindet zwei Einstellungen.
  • Kamerafahrt (Bewegung der Kamera im Raum: seitlich, vorwärts, rückwärts, auf und ab):
    Geeignetes Equipment für eine Kamerafahrt sind ein Bürostuhl mit Rollen oder ein Einkaufswagen

Licht: So leuchtest du die Szenen am besten aus

Das Licht ist der Schlüssel zur kreativen Filmarbeit. Es gibt Tageslicht und künstliches Licht (zum Beispiel Scheinwerferlicht). Vermischen sich beide Lichtquellen, spricht man von Mischlicht. Das Licht sollte auf jeden Fall immer so hell sein, dass ein korrekt beleuchtetes Bild entsteht. Die heutigen Videokameras sind bereits so empfindlich, dass man mit ihnen bei fast allen Lichtsituationen drehen kann, ohne künstliches Licht aufbauen zu müssen. Hier reicht das natürliche Licht meistens schon aus. Licht ist jedoch nicht einfach nur ein Mittel zur Beleuchtung. Eine gute Lichtführung (Lichtmenge, Qualität, Richtung) kann das Bild entscheidend mitgestalten.

Ton: So gelingt der richtige Ton für deinen Kurzfilm

Genauso wichtig wie das Bild ist der Ton. Ein Ton besteht aus vier Komponenten: dem Signal (das aufzunehmende Tonereignis, zum Beispiel Sprechen), der Atmo (die so genannte akustische Atmosphäre, zum Beispiel Hintergrundgeräusche), dem Hall und dem Rauschen (Störgeräusche). Die Schwierigkeit der Tonaufnahme besteht darin, nur die gewünschten Geräusche aufzunehmen. Dies kann der Tonmeister durch eine geeignete Auswahl und Positionierung des Mikrofons erreichen.

So gelingt dein Film