Das Drehbuch

Das Drehbuch ist das Herzstück deines Films. Es steht am Anfang deiner Filmproduktion und beeinflusst alle weiteren Arbeitsschritte. Ein gutes Drehbuch ist die zentrale Arbeitsgrundlage, mit der du dein Filmprojekt durchführen kannst. 

Von der Idee zur Geschichte

Am Anfang eines Films steht die Idee. Ein so genanntes Brainstorming mit deinen Freunden kann dir helfen, die Ideen zu konkretisieren. Hierzu schreibt ihr alle Gedanken auf, die ihr mit der Idee verbindet. Ist die Sammlung vollständig, solltet ihr Recherchen über eure Ergebnisse anstellen. Denn: Je mehr Details eine Geschichte enthält, desto lebendiger und glaubwürdiger wird sie.

Um aus einer Idee schließlich einen erfolgversprechenden Film zu machen, muss sie in einer Geschichte verpackt werden, damit der Zuschauer sie Schritt für Schritt nachvollziehen kann. Dabei sollte deine Geschichte von Anfang an das Interesse des Zuschauers wecken und es bis zum Ende aufrechterhalten.

Struktur und Charaktere: Kein Konflikt, keine Spannung

Die Struktur einer Geschichte lässt sich vereinfacht einteilen in:

  • die Einführung
  • den Hauptteil
  • die Wende und 
  • den Schluss. 

Die Handlung besitzt ebenfalls drei Ebenen: den Plot, das Thema und die Aussage. Als Plot bezeichnet man die Haupthandlung des Films, die die Geschichte vorantreibt. Das Thema beantwortet die Frage, worum es im Film geht und die Aussage ist die Lehre, die man aus dem Film ziehen kann. Im Zentrum jeder Geschichte steht immer ein emotionaler Konflikt. Gibt es keinen Konflikt, kann es auch keine Spannung geben.

Glaubwürdige Figuren erschaffen

In einer Geschichte unterscheidet man zwischen den Hauptfiguren, den Protagonisten und den Nebenfiguren. Den Gegenspieler des Protagonisten nennt man Antagonist. Damit die Figuren möglichst glaubwürdig erscheinen, solltest du für jede Figur eine Backstory, einen Lebenslauf entwickeln –  selbst wenn du viele Aspekte davon gar nicht im Film verwendet. Wie sieht er oder sie aus, wo und wie lebt er /sie, welchen Beruf hat er/sie?

Charaktere müssen miteinander kommunizieren. Da Gedanken und Gefühle nur schwer über Handlungen zu vermitteln sind, liefern die Dialoge dem Zuschauer Informationen, die nicht in einer Handlung ausgedrückt werden können. 

Von der Geschichte zum Drehbuch

Um zu prüfen, ob die Geschichte schlüssig und interessant ist, solltest du sie einem neutralen Menschen erzählen, der sie noch nicht kennt. Kommst du schließlich zu dem Ergebnis, dass sie "funktioniert", kannst du ein Drehbuch daraus schreiben. 

Ein Storyboard ist eine gezeichnete Version des Drehbuchs und wird zur Planung der einzelnen Filmszenen eingesetzt. Es beinhaltet die geplanten Einstellungen aus Sicht der Kamera sowie Angaben zu Ton und Kamerabewegungen. Bei professionellen Produktionen wird das Storyboard in der Regel nach den Vorgaben des Regisseurs unter Einbeziehung des Kameramanns von einem Illustrator umgesetzt.

So gelingt dein Film