Drehbuch

Das Drehbuch ist das Herzstück eines Films. Es steht am Anfang jeder Filmproduktion und beeinflusst alle weiteren Arbeitsschritte. Ein gutes Drehbuch ist demnach die zentrale Arbeitsgrundlage für die Realisierung des Filmprojektes. Von der ersten Idee bis zum fertigen Drehbuch ist es allerdings ein weiter Weg.

Drehbuch

1. Von der Idee zur Geschichte

Am Anfang eines Films steht die Idee. Das kann bereits eine ganze Geschichte sein, meistens ist es jedoch nur ein Bild, eine Vorstellung, ein Charakter oder eine "Message". Ein so genanntes Brainstorming kann helfen, die Ideen zu konkretisieren. Hierzu schreibt ihr alle Gedanken und Assoziationen auf, die ihr mit der Idee verbindet. Ist die Sammlung vollständig, solltet ihr systematische Recherchen zum Beispiel in einer Bibliothek oder im Internet anstellen. Je mehr Details eine Geschichte enthält, desto lebendiger und glaubwürdiger wird sie.
Um aus einer Idee schließlich einen erfolgsversprechenden Film zu machen, muss sie in einer Geschichte verpackt werden, damit der Zuschauer sie Schritt für Schritt nachvollziehen kann. Dabei muss die Geschichte von Anfang an das Interesse des Zuschauers wecken und es bis zum Ende aufrecht erhalten.

2. Struktur und Charaktere

Die Struktur einer Geschichte lässt sich vereinfacht einteilen in die Einführung, den Hauptteil, die Wende und den Schluss. Die Handlung besitzt ebenfalls drei Ebenen: den Plot, das Thema und die Aussage. Als Plot bezeichnet man die Haupthandlung des Films, die die Geschichte voran treibt. Das Thema beantwortet die Frage, worum es im Film geht und die Aussage ist die Lehre, die man aus dem Film ziehen kann. Im Zentrum jeder Geschichte steht immer ein emotionaler Konflikt. Gibt es keinen Konflikt, kann es auch keine Spannung geben.

In einer Geschichte unterscheidet man zwischen den Hauptfiguren, den Protagonisten und den Nebenfiguren. Den Gegenspieler des Protagonisten nennt man Antagonist. Damit die Figuren möglichst glaubwürdig erscheinen, ist es ratsam für jede Figur eine Backstory, einen Lebenslauf, zu entwickeln, selbst wenn ihr viele Aspekte davon gar nicht im Film verwendet. Charaktere müssen miteinander kommunizieren. Da Gedanken und Gefühle nur schwer über Handlungen zu vermitteln sind, liefern Dialoge dem Zuschauer Informationen, die nicht in einer Handlung ausgedrückt werden können.

3. Von der Geschichte zum Drehbuch

Um zu prüfen, ob die Geschichte schlüssig und interessant ist, solltet ihr sie einem neutralen Menschen erzählen, der sie noch nicht kennt. Kommt ihr schließlich zu dem Ergebnis, dass sie "funktioniert", könnt ihr ein Drehbuch daraus schreiben. Ein Storyboard ist eine gezeichnete Version des Drehbuchs und wird zur Planung der einzelnen Filmszenen eingesetzt. Das Storyboard wird in der Regel nach den Vorgaben des Regisseurs unter Einbeziehung des Kameramanns von einem Illustrator umgesetzt.


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