Dreharbeiten
Erfolgsfaktoren für eine gelungene Filmproduktion sind die Kamera-Führung, die Beleuchtung und der Ton. Alles muss optimal aufeinander abgestimmt werden. Erst durch das perfekte Zusammenspiel dieser Faktoren kann der Film später wirken.

1. Kamera
Die Kamera übernimmt die visuelle Gestaltung des Films. Der Kameramann trägt die Verantwortung für den Bildaufbau, die Kamera-Führung, die Licht- und Farbgestaltung sowie das Filmszenenbild (gemeinsam mit dem Szenenbildner).
Gängige Kamera-Perspektiven sind:
- Normalperspektive (Kamera auf Augenhöhe)
- Froschperspektive (schräg von unten)
- Vogelperspektive (direkt von oben)
- Subjektive (aus der Perspektive einer anderen Person im Film)
Neben der Kamera-Perspektive spielt auch die Einstellungsgröße eine Rolle. Hier unterscheidet man zwischen:
- Detailaufnahme (ein Ausschnitt wie zum Beispiel ein Auge),
- Großaufnahme (das Gesicht einer Person),
- Nahaufnahme (Kopf, Hals und evtl. Schultern einer Person),
- Halbnahaufnahme (Person ab Körpermitte aufwärts),
- Amerikanische (Person ab Rumpf aufwärts),
- Halbtotale (Person oder Gruppe in Umgebung),
- Totale (zum Beispiel eine Person neben einem Gebäude)
Um statische Einstellungen zu vermeiden, könnt ihr die Kamera auch bewegen. So vermittelt ihr dem Zuschauer zudem ein Gefühl für den Raum. Gängige Kamera-Bewegungen sind: Kameraschwenk (Drehen der Kamera zur Seite oder nach oben/unten): Er vermittelt einen Überblick über das Geschehen, leitet den Blick des Zuschauers oder verbindet zwei Einstellungen.
Kamerafahrt (Bewegung der Kamera im Raum: seitlich, vorwärts, rückwärts, auf und ab): Geeignetes Equipment für eine Kamerafahrt sind ein Bürostuhl mit Rollen oder ein Einkaufswagen.
2. Licht
Das Licht ist der Schlüssel zur kreativen Filmarbeit. Es gibt Tageslicht und künstliches Licht (zum Beispiel Scheinwerferlicht). Vermischen sich beide Lichtquellen, spricht man von Mischlicht. Das Licht sollte auf jeden Fall immer so hell sein, dass ein korrekt beleuchtetes Bild entsteht. Die heutigen Video-Kameras sind bereits so empfindlich, dass man mit ihnen bei fast allen Licht-Situationen drehen kann, ohne künstliches Licht aufbauen zu müssen. Hier reicht das natürliche Licht meistens schon aus. Licht ist jedoch nicht einfach nur ein Mittel zur Beleuchtung. Eine gute Lichtführung (Lichtmenge, Qualität, Richtung) kann das Bild entscheidend mitgestalten.
3. Ton
Genauso wichtig wie das Bild ist der Ton. Ein Ton besteht aus vier Komponenten: dem Signal (das aufzunehmende Tonereignis, zum Beispiel Sprechen), der ATMO (die so genannte akustische Atmosphäre, zum Beispiel Hintergrund-Geräusche), dem Hall und dem Rauschen (Störgeräusche). Die Schwierigkeit der Tonaufnahme besteht darin, nur die gewünschten Geräusche aufzunehmen. Dies kann der Tonmeister durch eine geeignete Auswahl und Positionierung des Mikrofons erreichen.